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(Inhalte aus Tobias' Gerüst eines Style-Guides) (Ergebnisse des Entwicklerworkshops 2009)

Wenn Sie einen neuen Menschen treffen, entscheiden Sie innerhalb von Sekunden, ob Sie dieser Mensch interessiert – und das allein durch Aussehen und den Geruch. Wenn diese Prüfung positiv ausfällt, beschließen Sie, den Menschen näher kennenlernen zu wollen, oder lieber nicht. Wenn Sie sich dann näher kennenlernen, werden Sie auch in die inneren Werte zu schätzen lernen (oder auch eben nicht) und den Menschen in seiner ganzen Tiefe erfassen. Sie werden vielleicht täglich miteinander zu tun haben oder nur in unregelmäßigen Abständen – aber wann immer Sie sich erneut mit diesem Menschen zusammentreffen, achten Sie unbewusst darauf, ob der Mensch in seiner Erscheinung konsistent ist, ob er sich also rasiert hat oder nicht, frische Kleidung trägt und wie sich die Verfassung gegenüber dem letzten Zusammentreffen verändert hat. Wenn Sie erleben, dass dieser Mensch oft ungepflegt ausschaut (auch wenn das nicht grundsätzlich so ist) oder sehr verschiedene Arten von Kleidung trägt, sind sie verwundert. Vielleicht unterstellen Sie persönliche Probleme oder Unsicherheit, vielleicht einfach ein sprunghaftes Wesen. Das ist sicher nicht weiter schlimm für ihr persönliches Verhältnis, gerade wenn Sie schon lange Freunde sind – mag aber vielleicht nicht jedermanns Sache sein, vor allem wenn es darum geht, dass diesem Menschen sehr persönliche Informationen anvertraut werden sollen oder er auf Ihre Wertgegenstände aufpasst. Von einem Anwalt, Juristen oder Lehrer erwarten Sie jedenfalls, dass er stets angemessen gekleidet, in seinem Verhalten konsistent und in seinen Reaktionen in einem bestimmten Rahmen reagiert. Genauso verhält es sich mit der Gestaltung der Oberfläche einer Software und den vielen Details, die dazu beitragen. Ein stimmiger Gesamteindruck, eine angenehme Gestaltung und wiederkehrende Verhaltenmuster werden Sie immer wieder gern mit dieser Software zusammenarbeiten lassen. Und Software hat es sogar noch etwas einfacher: Sie riecht nämlich nicht.

Die Gestaltung der Oberfläche, die Verwendung von Farben und Kontrasten und viele weitere Aspekte sind über einen langen Zeitraum gereift und an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst worden. Zudem ist Stud.IP eine Anwendung mit vielfältigen Abhängigkeiten in der Gestaltung (etwa wiederkehrende Icons, grafische Kernelemente). Der Wunsch der Anpassung an das vorhandene Corporate Design eines Betreibers ist verständlich und nachvollziehbar – schließlich ist auf dieser Ebene auch das Ziel, eine geschlossene Identität aufzubauen, ausgesprochen wichtig.

Letzte Änderung am 30.05.2013 16:29 Uhr von melalbre.